Aktivitäten: Zusammen ist man weniger passiv

AktivitätenStimmt es eigentlich, das Bild von den modernen rastlosen Rentnern, die vor lauter Aktivitäten keine Zeit haben? Eher nicht: Laut Deutschem Alterssurvey üben die Menschen nach Beendigung ihrer Berufstätigkeit weder neue Freizeitaktivitäten aus noch widmen sie ihren Hobbys mehr Zeit als vorher. Wer plötzlich keine beruflichen Pflichten mehr hat, befindet sich offenbar nicht nur im Ruhestand, sondern auch im Sofakissen. Schwups sind der Tag vorbei und die Unzufriedenheit da. Doch nicht nur Hobbys, sondern auch soziale Kontakte, so sind sich die Psychologen einig, sind ein Schlüssel zum Glück. Also runter von der Couch und Schluss mit der bequemen Eigenbrötelei.

Neugier statt Scheu

Wer nicht bereits mit einem zeitfüllenden Steckenpferd und einem überaktiven Freundeskreis gesegnet ist, muss sich für seine künftige Zeitgestaltung etwas einfallen lassen. Was Älteren langfristig neue Freu(n)de bringen kann, hängt freilich von Faktoren wie der eigenen Fitness und dem persönlichen Bildungsstand ab. Falls man nicht gerade der extravertierte Typ ist, bedarf es außerdem einer gewissen Überwindung, um auf Menschen zuzugehen. Doch fortgeschrittenes Alter ist keine Entschuldigung für zunehmende Introvertiertheit. Tipp für Ihre künftigen Aktivitäten in Gemeinschaft: Der größte Feind der Scheu ist die Neugier. Seien Sie neugierig!

Aktiv für Geist, Seele und Körper

Der Sieg über den inneren Sofa-Schweinehund beginnt mit der Überlegung: Was macht mir Spaß oder was könnte mir Spaß machen?

  • Für jene, die anderen helfen wollen, ist die Ausübung eines oder mehrerer Ehrenämter eine erfüllende nachberufliche Aktivität.
  • Manche entschließen sich für ein Seniorenstudium, um ihr Wissen zu erweitern.

Aber vielleicht will man einfach nur mit Gleichgesinnten unter sich sein. Nichts gegen Kaffeekränzchen und Spieleabend – doch viele Cool Ager lieben es dynamischer. Schließlich ist es inzwischen Allgemeinwissen, dass Bewegung nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit hält. Bei Einzelkämpfern bleibt es häufig bei der Theorie – frei nach dem Motto: Stell dir vor, es ist Fitnessstudiomitgliedschaft und keiner geht hin. Also empfiehlt es sich, sportliche Pläne mit anderen in die Tat umzusetzen. Von den zahlreichen Möglichkeiten seien nur einige genannt:

  • Ausflüge in Radfahrgruppen
  • Kurse für Yoga, Pilates, Gymnastik oder Wassergymnastik
  • Kegelgruppen
  • AktivitätenTanzkreise
  • Walking, Nordic Walking, Wandern, Laufen in der Gruppe
  • Oder gemeinsame „Schatzsuche“ per GPS beim Geocaching, einem Hobby für Menschen, die sich an Technik und Natur gleichermaßen erfreuen.

Kreativität hat viele Facetten

Seinen grünen Daumen kann man beim Gärtnern in Gemeinschaftsgärten zum Einsatz bringen.

Kreative Aktivitäten wie Basteln, Modellieren, Gestalten, Malen, Modellbauen, Origami, Kochen machen in Gesellschaft mehr Spaß und bringen immer neue Ideen hervor.

Wer die Kreativität der Sprache liebt, kann sich in einer Literaturgruppe über Gelesenes austauschen, in einer Schreibwerkstatt selbst zur Feder greifen oder im Sprachkurs eine Fremdsprache lernen oder vertiefen.

Über 60? The show must go on: In Theatergruppen und Singkreisen kann man sein Schauspiel- und Singtalent entfalten und darbieten.

Technisch und kommunikativ am Ball bleiben kann man an Treffpunkten wie Internetcafés für ältere Menschen. Der Vorteil: Dort gesellt sich zum digitalen Austausch in sozialen Netzwerken der analoge Kontakt mit „echten“ Menschen.

Aktivitäten

Was aktive Ältere noch gemeinsam tun?

  • Reisen
  • Vögel beobachten
  • Fotografieren
  • Musizieren
  • Oldtimer fahren …

Bleiben Sie (manchmal) lieber daheim? Dann gehen Sie via Internet raus. Der Austausch in sozialen Netzwerken – es gibt auch Plattformen speziell für ältere Menschen – kann eine Ergänzung zu „realen“ gemeinsamen Aktivitäten sein.

Wer bietet was an?

AktivitätenWo findet man die Veranstaltungen, in denen man seine Interessen mit anderen teilt? Hören Sie sich zunächst bei Ihren persönlichen Kontakten um, prüfen Sie zum Beispiel im Internet die Angebote von Vereinen, Freizeitclubs, Tanzschulen, Begegnungsstätten, privaten Senioren-Initiativen sowie der Seniorenarbeit gemeinnütziger Organisationen in Ihrer Nähe und studieren Sie das Programm der Volkshochschule. Auch das schwarze Brett in Seniorenzentren oder im Supermarkt kann zum Suchen und Finden genutzt werden.

Man hat was gemacht, es hat nicht gepasst? Dann sollte man sich nicht gleich enttäuscht zurückziehen. Vielleicht muss man zunächst in mehrere Aktivitäten hineinschnuppern oder in eine Gruppe hineinwachsen. Es lohnt sich: Regelmäßige Termine, um gemeinsam mit netten Leuten positive Unruhe in den Ruhestand zu bringen, verleihen dem Tag mehr Struktur und dem Cool Ager mehr Lebensfreude.

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