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Wie cool ist das denn: Hitze-Schlaftipps

Einige gehen zum Lachen in den Keller, andere zum Schlafen. Damit wäre schon der erste der Hitze-Schlaftipps für geruhsame Sommernächte genannt, wenn auch nach Sonnenuntergang die Temperatur nicht unter 20 oder sogar 25 Grad Celsius sinkt. Da dem Nordeuropäer eine Schlaftemperatur um die 18 Grad Celsius genehm ist und private Klimaanlagen die Ausnahme sind, weicht der Erholungsschlummer oft verschwitzter Unruhe. Es gibt aber Gegenmaßnahmen.

Tendenz: nach unten

Wie gesagt: Wenn Sie einen halbwegs wohnlichen Raum im Souterrain besitzen, sollten Sie Ihr Lager dort aufschlagen. Denn Wärme steigt nun mal hinauf und der geplagte Möchte-gern-Schläfer am besten hinab. Und sei es nur aus dem Schlafzimmer oben ins Wohnzimmer unten.

Hitze-SchlaftippsKühlflasche rein, Füße raus

Stolze Dachterrassenbesitzer zieht es samt Matratze ins Freie, allerdings empfiehlt sich jenen Glücklichen die großzügige Anwendung von Mückenschutzmitteln. Etwas biederer, aber wirksam erweist sich das alte Hausmittelchen, die Wärmflasche in eine Kühlflasche zu verwandeln. Wasser rein, ab in den Kühlschrank und zum Einschlafen neben (nicht an) den Körper oder die Füße. Apropos Füße: Was auch immer Sie in nächtlicher Wärme bedecken, die Füße am besten nicht.  Die sollten selbst unter Ihrer noch so leichten Zudecke – Laken, Betttuch – herausschauen, als Wärmeableiter sozusagen.

Machen Sie es nicht wie Marilyn

Zu den Glücksmomenten nach einem verschwitzten Sommertag gehört die abendliche Dusche. Allerdings sollte die keineswegs erfrischend eiskalt sein. Denn dann ziehen sich die Blutgefäße blitzartig zusammen. Der Körper schaltet auf Anti-Erfrierungs-Modus, fährt die Durchblutung hoch und heizt sich anschließend umso mehr auf. Also ist die lauwarme Dusche vorzuziehen! Zu den Hitze-Schlaftipps gehört die Wechseldusche: Den Wechsel zwischen kühl und warm beendet man allerdings nicht wie üblich mit kalt, sondern mit lauwarm. Ähnlich wohltuend wirkt ein absteigendes Bad. Man legt sich in lauwarmes Wasser und lässt ganz langsam kaltes Wasser nachlaufen. Wenn es unangenehm kalt wird, heißt es: Raus aus der Wanne. So kann man seinen Körper allmählich abkühlen, ohne dass er reflexartig gegensteuert. Nur weil wir von Marilyn Monroe im verflixten siebten Jahr gelernt haben, dass man Wäsche in den Kühlschrank legen kann, muss man es nicht nachmachen. Auf den eisgekühlten Pyjama reagiert der Körper nämlich ebenfalls mit verstärkter Wärmeproduktion. Holen Sie lieber aus dem Schrank Ihre leichteste locker sitzende Schlafwäsche aus natürlichen Fasern wie Seide, Leinen oder Baumwolle.

Fettes Essen heizt

Bewährte Tipps für besseren Schlaf gelten erst recht im Hochsommer. Es empfiehlt sich ein möglichst frühes Abendbrot und zwar mit leichter Kost. Fettes Essen am Abend, fette Schlafprobleme des Nachts. Alkohol im Schlummertrunk ist auch keine gute Idee, da er den Schweiß treibt und den Tiefschlaf verhindert.

HitzeschlaftippsEs lebe die Höhle

Zu den Hitze-Schlaftipps gehört das Prepping fürs Schlafzimmer. In weiser Voraussicht ist schon nach dem Aufstehen angeraten: Kein Licht, keine Luft. Da beides den Schlafraum noch mehr erhitzen würde, ist es sinnvoll, ihn tagsüber in eine Höhle zu verwandeln. Gelüftet wird erst, wenn Sie ins Bett gehen. Und lassen Sie die Fenster wenn möglich über Nacht auf. Falls dann Licht ins Zimmer fällt, Sie aber völlige Dunkelheit vorziehen, empfiehlt sich eine Schlafbrille. Überhaupt: Nutzen Sie die natürliche Klimaanlage durch das nächtliche Öffnen oder Kippen von Fenstern und Offenlassen von Türen. Allerdings sollte man sich nicht direkt in der Zugluft zur Ruhe betten, um Sommerschnupfen und steifen Nacken zu vermeiden. Bei Räumlichkeiten im Erdgeschoss sollte man außerdem nicht gerade Einstiegshilfen für Einbrecher kreieren.

Strom aus

Handys, Rechner und TV-Geräte, die sich aus irgendwelchen (wichtigen) Gründen in der Schlafumgebung – zum Beispiel in einer Einraumwohnung – befinden, sollten ausgeschaltet sein, da in heißen Nächten jeder gesparte Wärmegrad zählt.

Vorsicht Ingwer

Viel trinken ist bei Hitze immer ein guter Tipp, allerdings nicht kurz vor dem Schlafengehen. Da man nicht alles ausschwitzt, treibt einen die volle Blase aus dem Schlaf. Verzichten Sie vor allem auf Ingwertee als Einschlafmittel. Der wirkt ausgesprochen harntreibend.

Hitze-SchlaftippsBloß kein Stress

Zu den Hitze-Schlaftipps noch einer zum Abschluss: Bleiben Sie cool – auch im Kopf. Es bringt nichts, sich über die Schlafprobleme aufzuregen. Wer Zeit und Gelegenheit hat, kann als besonderes Sommervergnügen ein Tag-Nickerchen an einem schattigen Platz einlegen. Und genießen Sie den Sommer möglichst morgens mit Aktivitäten an frischer Luft. Das wirkt nachts so schlaffördernd, dass man sich umso lieber in aller Früh vom Vogelzwitschern wecken lässt.

*Dieser Text enthält Informationen über Gesundheitsthemen, ersetzt aber in keiner Weise die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt.

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Cool essen und trinken bei Hitze

„Some like it hot“ beziehungsweise „Manche mögen’s heiß“ ist nicht nur ein wunderbarer Filmklassiker, sondern in unseren Breitengraden auch eine unbestrittene Tatsache. Ist ja auch schön, so ein richtiger Sommer.

Doch wenn der Schweiß rinnt, der Kreislauf wackelt und der Schlaf ausbleibt, kommt jeder früher oder später in den Hitze-Stress. Was Cool Ager bei Höchsttemperaturen tun, um sich cool zu ernähren, beschreiben die folgenden Tipps:

Flüssigkeitsverlust ausgleichen

Der Mensch muss trinken. Der schwitzende Mensch muss viel trinken, damit der Körper seine Temperatur regulieren kann. Doch vielleicht gehören Sie zu denjenigen, die sogar im Sommer kaum Durst verspüren. Denn mit zunehmendem Alter kann das Durstempfinden nachlassen. Trinkfaulen wird empfohlen, immer ein Glas Wasser vor sich oder ein Flasche Wasser bei sich zu haben. Lassen Sie es zu Ihrer Gewohnheit werden, regelmäßig daran zu nippen.

HitzeSo wird Wasser lecker

Trinken Sie das Richtige: Trinkwasser aus der Leitung, Mineralwasser und ungesüßten Tee aus Kräutern oder koffeinfreien Sorten.

Haben Sie frische Minze oder Ingwer zur Hand? Mit heißem Wasser übergossen wird ein leckerer Tee daraus, der nicht nur Flüssigkeit, sondern auch viele gesunde Stoffe liefert.

Sie können Wasser auch kalt aromatisieren: zum Beispiel mit Kräutern, Beeren, Limette- oder Grapefruit. Ab und zu darf es auch ein stark verdünntes Saftschorle sein.

Vorsicht Zucker!

Wer sich allerdings überwiegend hundertprozentige Fruchtsäfte, zuckerhaltige Limonaden und Mischgetränke einverleibt, bekommt Insulinprobleme, Kariesgefahr und Hüftspeck gleich mit. Menschen mit Diabetes sollten ohnehin häufiger den Blutzucker prüfen, da die Trink- und Essgewohnheiten bei Hitze abweichen können.

Trinken, aber richtig

„Trinke so viel du willst“ gilt nicht für alle Menschen. Bei bestimmten Herz- oder Nierenleiden kann unbegrenztes Trinken schaden. Der Flüssigkeitsbedarf bei Hitze sollte in diesen Fällen zusammen mit der Ärztin oder dem Arzt definiert werden.

HitzeEiskalt ist zu kalt

Machen Sie es nicht wie die eiswürfelbesessenen Amerikaner, sondern lassen Sie Ihr „Kaltgetränk“ die Temperatur der Umgebung annehmen. Eine Eisdusche im seinen Inneren muss der Körper nämlich wieder aufheizen und schmeißt entsprechend den Stoffwechsel-Ofen an. Dann fließt der Schweiß erst recht.

Und wie verhält es sich mit der Deutschen liebstem Heißgetränk? Laut Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat sich der vermeintliche Wasserentzug durch Kaffee als Irrtum herausgestellt. Dennoch schadet es nicht, ein Glas Wasser zum Kaffee zu trinken: Kaffee für den Genuss, Wasser gegen den Durst.

Alkohol bei Hitze – keine gute Idee

Alkoholhaltige Getränke sind ist im Übrigen keine Durstlöscher, sondern in erster Linie Alkohol – auch in Bayern oder anderen bierlastigen Gegenden. Ältere Menschen sollten aus zahlreichen Gründen ohnehin maßvoll – womit keine volle Maß gemeint ist! – mit Alkohol umgehen. Bei Hitze potenziert sich dessen schnellere und wasser- sowie mineralienentziehende Wirkung. Außerdem erweitern sowohl hohe Temperaturen als auch Alkohol die Blutgefäße. Die mögliche Folge: Kreislaufkollaps statt Abkühlung.

Öfter eine gute Suppe – auch im SommerHitze

Essen Sie lieber nichts, was fett und schwer die Verdauungsorgane nervt. Das feiste Schweinenackensteak oder die öligen Pesto-Spaghetti können das schönste Sommerfeeling deftig verderben. Vor allem wenn man abends ordentlich zugeschlagen hat, da in der Mittagshitze der Appetit fehlte.

Der Sommer-Salat hingegen – mit leichter Dressing, versteht sich – ist buchstäblich ein Evergreen der Leichtverdaulichkeit. Gurken, Tomaten und alles Gemüse mit hohem Wassergehalt sind die Lebensmittel der sommerlichen Wahl. In diesem Sinne bieten sich auch Wassermelonen und anderes Obst als idealer Snack oder Nachtisch bei Hitze an.

Doch entgegen landläufiger Meinung sind auch Suppen kein reines Winteressen. Das würzige Süppchen hat gerade in der heißen Jahreszeit seine wohltuende Wirkung, wenn es den Verlust ausgeschwitzter Mineralstoffe ersetzt und den Kreislauf stärkt. Probieren Sie mal eine kalte Variante des Suppengenusses, wie zum Beispiel die Gazpacho aus ungekochten Tomaten, Gurken und Paprika, den Klassiker von der iberischen Halbinsel, wo man weiß, was bei Hitze schmeckt.

Hitze

Beachten Sie außerdem diesen Rat der DGE: Falls Sie wegen der hohen Temperaturen weniger essen, sollten Sie mehr trinken. Der Flüssigkeitshaushalt Ihres Körpers wird nämlich auch vom Wassergehalt der Nahrung gespeist.

Und falls Ihnen als Kind abgewöhnt wurde, beim Essen zu trinken: Gewöhnen Sie es sich spätestens jetzt wieder an.