Seniorenrabatt – Geiz ist cool

SeniorenrabattVielen Rentnerinnen und Rentnern geht es so: Endlich mehr Zeit, aber leider weniger Geld. Dabei wäre es jetzt besonders schön, öfter ins Theater und Museum zu gehen oder mehr zu reisen. Da ist es buchstäblich recht und billig, dass Menschen im Ruhestand viele Angebote von Dienstleistern und öffentlichen Einrichtungen zu ermäßigten Preisen wahrnehmen können. Cool Ager bleiben mobil, schlau und aktiv, indem sie diese Schnäppchen intensiv nutzen. Manche Vergünstigungen gibt es sogar schon ab 55 Jahren, wobei es manchem schwerfallen mag, sich von der jeweiligen Bezeichnung angesprochen zu fühlen: Seniorenrabatt, Seniorenermäßigung, Seniorenticket, Seniorenvergünstigung, Seniorentarif, Seniorenpreis, Seniorengebührenbefreiung. Wie und wo kommen Sie an Rabatt für Leute im besten Alter? Hier einige Tipps*:

Zahlreiche Vergünstigungen werden nur nach Nachweis des Alters durch den Personalausweis gegeben. Andere Rabatte sind von der Höhe der Bezüge abhängig. Häufig ist der Schlüssel zum Geldsparen der Rentnerausweis. Er muss nicht extra beantragt werden, sondern wird automatisch mit dem Rentenbescheid zugesandt. Zeigen Sie ihn zusammen mit Ihrem Personalausweis vor, auf dass sich viele Türen zum Sparpreis für Sie öffnen.

SeniorenrabattÜber 60jährige fahren günstiger Zug

Dazu gehören beispielsweise die Zugtüren der Deutschen Bahn. Bei der Bahn reicht es schon, älter als 60 Jahre zu sein, um sich für die Rubrik Seniorenermäßigung zu qualifizieren. Die gibt es sowohl für die BahnCard 25 als auch für die BahnCard 50. Beide sind jeweils ein Jahr lang gültig. Die ermäßigte BahnCard 25 (2. Klasse) gibt es für 41 Euro statt der regulären 62 Euro. Die BahnCard 50 (2. Klasse) kostet mit Seniorenermäßigung 127 Euro statt 225 Euro. Mit einer BahnCard 25 reduzieren sich der Normalpreis und der Sparpreis einer Zugfahrt um 25 Prozent. Mit der BahnCard 50 vermindern sich der Normalpreis um 50 Prozent und der Sparpreis um 25 Prozent.

Ermäßigung im öffentlichen Nahverkehr

Auch bei Anbietern des öffentlichen Nahverkehrs sollte man nach Vergünstigungen für Ältere fahnden. Verkehrsverbünde in deutschen Städten und Bundesländern unterliegen zwar keinen einheitlichen gesetzlichen Vorgaben, nach denen ältere Menschen befördert werden. Nur Menschen mit schwerer Behinderung haben Anspruch darauf, unentgeltlich den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen. Allerdings bieten immer mehr Verkehrsunternehmen Ermäßigungen für die Generation 60plus an. Im Großraum Hannover beispielsweise fahren über 63jährige günstiger mit der „GVH MobilCard 63plus“. Es gibt ermäßigte „Senioren“-Monatskarten, die Fahrtzeiten zur Rush Hour ausschließen, wie zum Beispiel die „IsarCard60“ des Münchner Verkehrsverbunds. In einigen deutschen Städten können ältere Menschen bis zu einem Jahr lang Busse und Bahnen gratis nutzen, wenn sie sich dazu entschieden haben, nicht mehr selbst Auto zu fahren und ihren Führerschein „stillzulegen“.

Nachfragen beim Autokauf

Wenn Sie allerdings ganz im Gegenteil planen, sich einen neuen Wagen zu kaufen, könnte es sich ebenfalls lohnen, auf Ihr Alter hinzuweisen. Denn häufig werden Rabatte für Ältere nicht aus sozialen Gesichtspunkten gewährt, sondern sind Teil einer Marketingstrategie. Viele Hersteller wollen sich gerade bei der älteren Zielgruppe Marktanteile sichern. Möglicherweise zahlt es sich aus, beim Autokauf nicht nur nach einem „seniorengerechten“ Auto mit guter Rundumsicht und komfortablem Raumangebot, sondern auch nach einem Seniorenrabatt zu fragen.

Bei der Reiseplanung Angebote prüfen

Falls Sie vorhaben, eine Reise zu buchen, sollten Sie sich ebenfalls nach einem Seniorenrabatt erkundigen. Prüfen Sie jedoch gründlich, ob Sie wirklich ein Schnäppchen machen und vergleichen Sie die Preise ähnlicher Angebote von anderen Anbietern. Ruheständler, die unabhängig von Schulferien und Urlaubsterminen verreisen können, sind eine beliebte Zielgruppe, um Hotelkapazitäten in der Nebensaison auszulasten. Und denken Sie während Ihrer Reise daran, dass auch viele kulturelle Einrichtungen im Ausland günstigere Eintrittspreise für ältere Menschen anbieten.

SeniorenrabattKultur- und Freizeiteinrichtungen: Fragen Sie nach Rabatt

Ermäßigungen beim Eintritt ins Theater oder Museum sind für Menschen über 60 zwar nicht so selbstverständlich wie für Schüler und Studenten. Es gibt aber Spielstätten, die Vergünstigungen und – wie etwa das Nationaltheater Mannheim – spezielle Vorstellungen für Senioren anbieten. Auch einige Häuser großer Kino-Ketten bieten ermäßigte Kartenpreise, um älteren Altersgruppen einen Anreiz zu geben, mal wieder ins Kino zu gehen. Fragen Sie beim Kauf von Tickets und Eintrittskarten immer nach besonderen Tarifen für ältere Menschen. Das gilt auch für Schwimmbäder und Thermalbäder sowie deren Saunalandschaften. In vielen Freizeitparks bekommen nicht nur die Kinder, sondern auch die Großeltern Ermäßigung auf den Eintrittspreis.

Bildung: für Ältere billiger

Schlau werden, schlau sparen: In öffentlichen Büchereien gibt es häufig ermäßigte Tarife für „Senioren“. Auch die Kurse, mit denen sich Volkshochschulen an ältere Menschen richten, beispielsweise Internetkurse, sind oft günstiger als das reguläre Kursangebot. Wer sich für ein Seniorenstudium als Gasthörer anmeldet, kann auch die kostenlosen und günstigen Angebote in Bibliothek und Mensa mitnutzen.

Was bietet die Stadt?

Überprüfen Sie an Ihrem Wohnort, zum Beispiel auf der Website oder im Bürgerbüro, was Ihr Bundesland, Ihre Stadt oder Ihre Gemeinde für ältere Bürgerinnen und Bürger zu bieten haben. So bekommen im bayerischen Regensburg ältere Menschen und Personen mit Behinderung für 5 Euro eine „Aktiv-Karte“, die eine lange Liste an kostenlosen Angeboten und Ermäßigungen in den Bereichen Kultur, Sport, Gesundheit und Bildung beinhaltet. Ziel ist es, die ältere Generation intensiv am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilhaben zu lassen.Seniorenrabatt

So manches Schnäppchen dank Seniorenrabatt könnte Sie also zu bereichernden Kultur- oder Reiseerlebnissen verleiten, die Sie sich sonst nicht geleistet hätten. Handeln Sie einfach nach dem Motto „Fragen kostet nichts“ und genießen Sie es, wenn es was bringt.

 

*Stand: 04.10.2017

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